Gabriele Seeger

Barbara Lipps-Kant, Beschwörung einer verborgenen Welt - Gedanken zu Gabriele Seegers hintergründiger Malerei, in: Gabriele Seeger – Lass mich sein, was ich bin, Tübingen 2012, S. 9-15.


"Kraftvoll und von einer Dichte, die besticht, sind ihre Bilder, fremd, ja oft kryptisch. Ein außer-gewöhnliches malerisches Werk.Immer schon oder fast immer schon stand Gabriele Seeger mit ihren Interessen außerhalb bürgerlicher Vorstellungen zwischen den Welten. Dichterin und Malerin gab sie als Berufswunsch an. Sie wollte schreiben und formen. Texte und Lyrik. Keramik und Malerei. Und so kam es schließlich dazu, dass sie sich spät – nach mancherlei Umwegen – in München für ein Studium der Kunst entschied. ..." 

Weiterlesen im Katalogtext von Barbara Lipps-Kant

 

 

Clemens Ottnad, Zeit für Kopfnomadinnen, in: Gabriele Seeger – Lass mich sein, was ich bin, Tübingen 2012, S. 16-18.

 

"Im Bilderinnern, aus dem Bilderinneren heraus entwickelt Gabriele Seeger ihre Malereien. Aus vorwiegend dunklen Gründen – nächtlich, kupfern, irden – forscht sie verhalten still der Vergangenheit nach, dem selbst Erfahrenen ebenso wie den überlieferten Erinnerun-gen, intuitiv Eigenbiografisches mit bildnerischen und literarischen Analogien einer west-östlichen Kulturgeschichte verknüpfend. Diese in ganz unterschiedliche Himmelsrichtungen nomadisierenden Gedanken- und Ideenströme tragen jedoch über das rückwärtig Erinnerte und Gedachte – Geschehenes als Geschichte – mindestens ebenso auch das in Zukunft Geschehende in sich, als das Auskundschaften von Spuren eigener Herkunften stets die Fährten neu noch zu entdeckender Lebenswege bedeuten. ..." 

Weiterlesen im Katalogtext von Clemens Ottnad

 

 

Hansdieter Werner, Selma Meerbaum-Eisinger und die Malerin Gabriele Seeger, Rede zur Eröffnung der Ausstellung in der Stadtbibliothek Reutlingen am 9. Februar 2010, abgedruckt in: Gabriele Seeger – Lass mich sein, was ich bin, Tübingen 2012, S. 19-21.


"Es geht in dieser Ausstellung mit dem Selma-Zyklus von Gabriele Seeger um Mahnung und Erinnerung. In einer für die Glaubwürdigkeit unserer Kultur notwendigen Weise. Das Gedenken und auch das Trauern sind Bestandteil der Arbeit an unserer Geschichte. Wir wollen das Lachen und den Frohsinn nicht verdammen. Aber wir wollen auch nicht beiseite schieben, was bis zur Befreiung von Auschwitz geschehen ist und was uns ein Leben lang angehen muss. ... "

Weiterlesen im Eröffnungstext von Hansdieter Werner